Was ist Controlling?

Für uns ist Controlling eine bestimmte Sicht auf das Management. Controlling ist eine originäre Managementaufgabe und damit integraler Bestandteil jeder Management-Aktivität. Denn wer steuert, wenn nicht der Manager?

Wer Controlling macht, muss wissen, was gesteuert werden soll und wer steuern muss. Der Verantwortliche muss Ziele für das Steuerungsobjekt vereinbaren (mit einer übergeordneten Instanz) und den Grad der Zielerreichung messen. Vor diesem Hintergrund ist Controlling für uns der quantitative Aspekt des Managements.

Daher wird es Sie nicht wundern, wenn unser Controlling-Ansatz deutlich vom Ansatz des Steuerungsregelkreises geprägt ist, wenn wir sehr intensiv mit Kennzahlen arbeiten. Aber wir betten diese Sicht auf das Management ein in den Ansatz der Principal-Agent-Theorie. Das bedeutet, dass Manager nicht selbstherrlich steuern können, sondern (in der Regel) ein Steuerungsobjekt von einem "owner" treuhänderisch übertragen bekommen und Management immer "im Auftrag" erfolgt.

Unsere Controlling-Ansätze verfolgen daher neben der Unterstützung einer zielorientierten und zielbasierten Steuerung stets auch den Aspekt der Rechenschaftspflicht des Managers in seiner Rolle als Agent gegenüber seinem Auftraggeber, also Principal. 

Natürlich sprechen wir hier von IT-Controlling, dem Controlling der Informationstechnologie. Vielleicht sollten wir aber beginnen, von IDT-Controlling zu sprechen, also dem Controlling der Informations- und Digital-Technologien. Aktuell deuten sich hier gravierende Veränderungen an. Wir schätzen die Entwicklung so ein, dass in den kommenden Jahren der Einsatz von IDT in Organisationen signifikant ansteigen wird, aber zugleich die Bedeutung der herkömmlichen IT-Bereiche zurückgehen wird. Man wird zwar mehr "Informationsverarbeitung" machen, aber nicht unbedingt konzentriert in einem zentralen IT- oder IDT-Bereich. Damit müssen auch Management und Steuerung (Controlling) an die neuen Realitäten angepasst werden.