Unsere Kirche St. Maria Magdalena.

Plötzky hat eine sehr schöne Dorfkirche. Sie wurde (nach allem, was wir wissen) im 12. Jahrhundert gebaut und war nicht nur ein Ort der Frömmigkeit, sondern auch eine Demonstration von Macht oder Machtanspruch. Gemessen an der Größe des Ortes war diese Kirche zu groß und für den Ort zu teuer. Es gab also zahlungskräftige Sponsoren (vermutlich das Fürstenhaus der Askanier). Zwar liegt unsere Kirche nur wenige hundert Meter von der Straße der Romanik entfernt, aber von außen ist sie pure Romanik. Innen natürlich nicht mehr, da sprechen wir dann eher vom Barock (das hat sie aber mit ihren Schwestern an der Straße der Romanik gemein). Trotzdem ist unsere schöne und beeindruckende Kirche einen Besuch wert.

Von April bis Oktober ist die Plötzkyer Kirche tagsüber meistens geöffnet. Es ist also einen Versuch wert, einen kleinen Abstecher zu machen.

Unter den Dorfkirchen unserer Gegend (im weitesten Sinne der Fläming) hat die Plötzkyer Kirche die ein oder andere Besonderheit. So ist der Kirchturm genau so breit wie das Hauptschiff und Turm und Hauptschiff haben ein durchgehendes (Bruchstein-) Mauerwerk; sie sind also in einem Stück gebaut worden. Bei den meisten Kirchen sind Turm und Hauptschiff unterschiedlich breit. Achten Sie mal drauf!

Außerdem hat unsere Kirche eine auffällige Asymmetrie. Das Mauerwerk des Hauptschiffes weist an der Südseite (anders als an der Nordseite) drei große Bögen auf. Diese Bögen sind aber zugemauert. Waren Sie mal geöffnet und gab es hier ein Seitenschiff? Oder war es vom Architekten geplant und beim Bau ist dann das Geld ausgegangen? Wir wissen es leider nicht. Und wer unsere Kirche aufmerksam betrachtet, wird weitere Besonderheiten entdecken. Nicht zuletzt die im Turm brütenden Falken und Schleiereulen. Erlauben Sie Ihren Augen mal eine kleine Entdeckungstour!